Fit trotz Bürojob

Nach wie vor gibt es Berufsbilder, die von körperlicher Arbeit geprägt sind. Arbeitet auf der Baustelle, oder in einem Handwerksberuf, dann kommt man körperlich auch tagsüber durchaus auf seine Kosten. Zwar sind Abnützung und Ermüdung durchaus ein Problem einer ständigen, evtl. einseitigen Belastung, aber ein Problem bleibt auf jeden Fall aus. Der Bewegungsmangel, wie er bei klassischen Bürojobs automatisch eintritt, ist bei körperlich anspruchsvollen Jobs kein Thema. Im Büro aber durchaus.

Bildschirmarbeit

Der Berufsalltag für viele Menschen besteht heute aus Arbeit vor dem Bildschirm. Verdient man sein Geld beispielsweise im Kundendienst, also einem klassischen Callcenter, dann ist man meist über Stunden an seinen Arbeitsplatz gebunden. Auch manch anderer Bürojob lässt kaum den sprichwörtlichen Bewegungsspielraum. Man konzentriert sich auf den Bildschirm, telefoniert, liest, oder tippt. Meist zusammen mit anderen Kollegen in einem Büro, muss man zusätzlich darauf achten, niemanden bei der Arbeit zu stören. Damit man trotz Bürojob nicht körperlich abbaut sollte man ein großes Augenmerk auf seine Fitness lenken.

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Bürogymnastik

Tatsächlich kann man auch im Bürojob kleine Gymnastikübungen machen, die den Bewegungsapparat ein wenig fordern und die verspannten Muskeln auflockern und dehnen. Aber die eigene Fitness muss umfassender betrachtet werden. Sie beginnt bei der Ernährung, die auf den Bürojob abgestimmt sein sollte. Auch wenn der kleine Hunger kommt muss man nicht immer zu Süßigkeiten, oder schweren kohlenstoffreichen Snacks greifen. Smoothies sind beispielsweise ideal um den Körper mit wichtigen Vitaminen und Proteinen zu versorgen und das Gehirn wieder mit Energie zu versorgen, ohne den Organismus zu belasten. Verzichtet man im Büro auf Kaffee und trinkt statt dessen grünen Tee, dann ergeben sich daraus positive Effekte auf die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit.

Tee statt Kaffee

Ganz klassisch zum Bürojob gehört in vielen Büros auch der Kaffee. Die Kaffeemaschine ist Treffpunkt für Pausen und der hohe Koffeingehalt im Kaffee ist gut geeignet um wieder fit für die nächsten Stunden zu machen. Verantwortlich für die aufmunternde Wirkung des Kaffees ist der hohe Anteil an Koffein. Die Wunderdroge macht nicht nur wach, sondern blockiert auch das Cholesterin. Das Koffein im Kaffee steht dem Körper in kürzester Zeit zur Verfügung. Beim Tee ist das etwas anders. Das Koffein ist in den Gerbstoffen des Tees gebunden. Zwar enthält der Tee mehr Koffein als Kaffee, da man aber wesentlich weniger Teeblätter für eine Tasse Tee verwendet, als Kaffeebohnen für einen Tasse Kaffee, enthält auch die Tasse Tee weniger Koffein. Die Gerbstoffe sorgen dafür, dass das Koffein im Körper nicht sofort zur Verfügung steht.

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Langsames Koffein

Diese Eigenschaft des Tees ist für den Bürojob ideal. Wer ihn kurz ziehen lässt, der erhält eine Tasse Tee, deren Koffein sehr rasch zur Verfügung steht. Zieht der Tee lange, dann wirkt er beruhigend und das Koffein braucht länger um zu wirken. Für eine lange Phase der Aufmerksamkeit, wie sie im Bürojob notwendig ist, ist Tee also die besser Wahl. Aber nicht nur die Ernährung ist ein Faktor, der über die Fitness im Bürojob entscheidet. Wichtig ist auch, nicht stundenlang bewegungslos zu verharren. Von den Augen bis zu den Beinen sollte man den verschiedenen Körperregionen immer wieder etwas Aufmerksamkeit zukommen lassen.

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Sport im Bürojob

Der Schlüssel zur Bewegung im Alltag ist es, Bewegungschancen zu nutzen. Wer den ganzen Tag im Bürostuhl sitzt und am Bildschirm arbeitet, der sollte jede Möglichkeit nützen, sich zu bewegen. Oft verbringt man auch seine Freitzeit sitzend, arbeitet oder spielt privat am PC, oder verbringt den Abend am Pokertisch, oder vor dem Fernseher. Umsomehr ist es erforderlich jede Gelegenheit zu nutzen, sich zu bewegen. Treppenhaus statt Lift und ein kleiner Spaziergang in den Park, statt die Pause sitzend im stickigen Pausenraum zu verbringen. Vielleicht einmal mit dem Fahrrad ins Büro fahren. Es gibt aber auch auch im Büro zahlreiche Möglichkeiten für Gymnastikübungen, für die man nicht einmal aufstehen muss. Auch kleine Maßnahmen können große Wirkung zeigen. Hier ein paar Möglichkeiten sich trotz Bürojob ein wenig zu bewegen.

Aufstehen

Wer den ganzen Tag sitzt, der fordert seine Wadenmuskulatur kaum. Die Sitzfläche drückt auf die Rückseite der Oberschenkel und es kommt zu einem Blutstau in den Beinen. Angeschwollene Beine sind die Folge. In schlimmen Fällen können sich auch Trombosen bilden. Eine wichtige Maßnahme ist daher, regelmäßig aufzustehen. Die Fersen heben, ein paar Schritte auf und ab laufen ist während einem Telefonat vielleicht möglich. Ideal ist ein Schreibtisch, der sich hochstellen lässt. So kann man ohne Einschränkung im Stehen arbeiten.

Schulter lockern

Die auf der Tastatur ruhenden Hände sind Standard im Büroalltag. Die Schultern sind dabei weitgehend bewegungslos. Um dagegen zu wirken bietet sich an, die Schultern immer wieder etwas zu bewegen. Sanftes Kreisen, evtl. während man die Fingerspitzen jeweils auf die Schulter legt und die Ellbogen kreisen lässt, aber auch ein einfaches Hochziehen der Schultern aktiviert bereits den Bewegungsapparat.

Dehnen

Dehnen, wie man es vom Sport kennt, ist im Büro sicher nicht notwendig. Trotzdem müssen die verschiedenen Muskelgruppen immer wieder etwas gelockert werden. Sich zu strecken ist nur eine Variante um die Muskeln zu dehnen. Den Kopf zur Seite legen und sanft mit der Hand nach unten zu ziehen, lockert die Nackenmuskulatur. Vorzufallen und den Oberkörper auf die Oberschenkel zu legen, oder mit den Händen im Nacken die Ellenbogen nach hinten zu ziehen sind ebenfalls einfache Übungen, die ihre Wirkung nicht verfehlen.

Ergonomie

Die beste Gymnastik, die man regelmäßig ausführt bleibt wirkungslos, wenn der Arbeitsplatz selbst schlecht angeordnet ist. Bedingt die Arbeit eine ungesunde Körperhaltung, weil der Tisch, oder Stuhl nicht die ideale Höhe haben, Abstände zu groß, oder zu gering sind, oder Bildschirm und Tasttatur ungünstig positioniert sind, dann sind Folgeschäden vorprogrammiert. Ergonomie am Arbeitsplatz ist meist mit einfachen Mitteln zu erreichen. Der Einsatz lohnt sich auf jeden Fall, kann man mit wenigen Handgriffen seine Haltung verbessern und eine natürliche Arbeitshaltung einnehmen.

Augen entlasten

Ein wichtiger Teil unserer Gesundheit und ein Organ, das beim klassischen Bürojob stark belastet wird, sind unsere Augen. Sie sind nicht dazu entworfen ständig im Nahbereich eingesetzt zu werden. Auf den Bildschirm, aber auch auf das Smartphone zu fokussieren ist auf Dauer anstrengend für das Auge. Die Folge ist Fehlsichtigkeit, aber auch müde und gerötete Augen. Dazu kommt, dass wir beim Konzentrieren immer wieder vergessen zu blinzeln. Die Augen trocknen aus und jeder der länger am PC gearbeitet, oder auch gespielt hat, kennt das Gefühl der brennenden Augen. Abhilfe schafft es, den Blick regelmäßig in die Ferne schweifen zu lassen. Statt auf den Bildschirm zu starren bietet sich ein Blick aus dem Fenster an um die Augen zu entlasten.

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Gesund bleiben

Der Bürojob bindet uns zwischen 1.500 und 2.000 Stunden pro Jahr an unseren Arbeitsplatz. Würden wir die rund 80 Tage jährlich, die wir durchgehend vor dem Bildschirm verbringen in einem Stück 24 Stunden pro Tag verbringen, dann wäre die Ergonomie des Arbeitsplatzes sicherlich ein großes Thema. Aber auch wenn wir pro Tag nur wenige Stunden mit dem Bürojob beschäftigt sind, sollte dieses Thema wichtig für uns sein. Gesundheit ist unwiderbringlich und kämpft man erst mit Schmerzen im Bewegungsapparat, dann ist es meist zu spät den Arbeitsplatz neu zu gestalten.

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