Habe ich Bulimie?

Die Ursachen sind nicht geklärt und können auch bei jedem, oder jeder Betroffenen ganz unterschiedlich sein. Die Bulimie, umgangssprachlich auch Esssucht genannt, ist auf jeden Fall eine psychische Störung. Meist sind es junge Frauen, die an der Bulimie erkranken und ein schlankes Schönheitsideal anstreben. Für Außenstehende ist die Bulimie nicht leicht zu erkennen. Die Verhaltensstörung äußert sich meist nur in den eigenen vier Wänden. Auch kann man die Bulimia nervosa nicht immer klar von anderen Essstörungen abgrenzen. Habe ich Bulimie? Hier der Versuch, dieser Frage auf den Grund zu gehen.

Schön schlank

Das Ziel eines Menschen, der an Bulimie erkrankt ist, ist das Erreichen und Halten eines bestimmten Körpergewichts. Das alleine unterscheidet die Bulimie-Patienten aber nicht von den vielen Menschen, die sich gesund ernähren und auf ihr Gewicht achten. Bulimie äußert sich darin, dass es immer wieder zu Fressattacken kommt und anschließend ein Erbrechen herbeigeführt wird. Der Gedanke dahinter ist es, die Kalorien wieder loszuwerden. Anders als bei der Magersucht wirken Betroffene nicht unbedingt unterernährt und mager. Sie haben eine normale Figur und sind auch sonst in vielen Lebensbereichen nicht auffällig. Das gestörte Essverhalten zeigt sich meist nicht in Gesellschaft.

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Habe ich Bulimie?

Habe ich Bulimie? auf koerperfett-analyse.deDas Hauptkriterium für das Vorliegen einer Bulimia nervosa ist das Erbrechen. Regelmäßig wird nach dem Essen der Finger in den Mund gesteckt und mit allerhand Tricks ein Erbrechen herbeigeführt. Das Übergeben wird als Befreiung und als Reinigung erfahren. Zusätzlich kommt es zu unkontrollierten Essanfällen. Große Mengen kalorienreicher Nahrung werden in kurzer Zeit zu sich genommen und anschließend erbrochen. Dieses Verhalten wird geheim gehalten und kann auch von Mitbewohnern über einen sehr langen Zeitraum nicht bemerkt werden. Habe ich Bulimie? Liegt ein regelmäßiges Übergeben und zwanghaftes maßloses Essen vor, dann liegt die Vermutung nahe, das es sich um eine Bulimie handelt. Auch wenn statt des Erbrechens Appetitzügler, Abführmittel, oder ähnliches zum Einsatz kommen, ist das ein klares Indiz.

Körperliche Schäden

Auch wenn für Erkrankte keine akute Gefahr der Unterernährung vorliegt, ist das häufige Erbrechen eine große Belastung für den Körper. In erster Linie ist die aggressive Magensäure ein Problem. Einerseits fehlt dem Körper die Flüssigkeit, die er beim Übergeben verliert, andererseits greift die Säure die Schleimhäute und auch die Zähne an. Der Zahnschmelz wird durch die Säure geschädigt. Greift man nach dem Übergeben sofort zur Zahnbürste, dann kann das zusätzlich ein Problem darstellen und den Zahnschmelz noch zusätzlich belasten. Die Frage „Habe ich Bulimie?“ kann also auch der Zahnarzt beantworten. Die Folgen der Bulimie an den Zähnen sind deutlich zu erkennen und müssen, neben der eigentlichen Erkrankung, behandelt werden.

Magersucht

Anders als bei der Bulimie sieht man an Magersucht Erkrankten die Krankheit sehr rasch an. Die Betroffenen hungern und trainieren mit dem Ziel ein gefährliches Untergewicht zu erreichen. Sie sehen sich, egal wie dünn und unterernährt sie bereits sind, immer als zu dick an. Das trifft zwar auch auf Bulimie-Erkrankte zu, das übertriebene Trainieren und das extreme Hungern über längere Zeiträume ist aber ein Zeichen für Magersucht. Ist das Hungern ohne Essanfälle ein Zeichen für Magersucht, so sind Essanfälle, ohne zu hungern, oder sich zu übergeben Zeichen für die Binge-Eating-Störung. Die Frage „Habe ich Bulimie?“ lässt sich also nicht anhand eines einzigen Symptoms beantworten. Der Wechsel zwischen Essen und Übergeben, Phasen des Hungerns und ein schlechtes Gewissen, immer dann, wenn man Nahrung zu sich nimmt, sind die Zeichen der Bulimie. Treten nur einzelne Symptome davon auf, dann liegt wahrscheinlich eine andere Form der Essstörung vor.

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Bulimie behandeln

Habe ich Bulimie? Alleine die Tatsache, dass man diese Frage stellt, deutet darauf hin, dass das eigene Essverhalten auffällig ist, oder ein Verdauungsproblem vorliegt. Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt, liegen aber in der Psyche. Wie viele psychische Erkrankungen ist auch die Bulimie das Ergebnis eines Problems. Die Psyche, oder die Seele hat ein nicht anders lösbares Problem und verlagert es, in Form einer Essstörung. Diese Verdrängung ist ein Schutzmechanismus der Psyche und sorgt dafür, dass uns tiefsitzende Probleme nicht bewußt werden. Die Ursache für die Probleme zu suchen ist der zweite Schritt. Als erstes muss man die Frage „Habe ich Bulimie“ für sich klären und sich bewußt werden, dass eine Verhaltensstörung vorliegt. Ist man bereit, die Ursache zu suchen und zu behandeln ist ein Psychotherapeut der beste Ansprechpartner.

Gute Heilungschancen

Die Chancen, die Bulimie komplett zu heilen liegen bei etwa 50%. Weitere 30% geht es nach einer Behandlung wesentlich besser. Eine Therapie ist allerdings unausweichlich, weil die Spirale aus Essen und Übergeben wird sich mit der Zeit immer schneller und intensiver drehen. Auf eine spontane Heilung zu hoffen ist also in den allermeisten Fällen vergeblich. Stellt man sich die Frage „Habe ich Bulimie“ überhaupt einmal und lautet die Antwort darauf zumindest „vielleicht“, dann ist dringender Handlungsbedarf gegeben. Eine Therapie arbeitet die Ursachen auf und hilft dabei, mit dem verdrängten Problem anders umzugehen. Ist man den ersten Schritt gegangen und hat dabei diesen Artikel gefunden, dann ist der nächste Schritt der Gang zum Therapeuten. Hilfe anzunehmen ist eine vernünftige Entscheidung!

 

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