Mobil bleiben bis ins hohe Alter

Mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 80,89 Jahren wird der Mensch älter, als je zuvor. 1972 waren es noch 70,87 Jahre. Wir werden also im Schnitt um 10 Jahre älter, als noch vor 40 Jahren. Der Grund dafür ist in erster Linie die rasante Entwicklung der modernen Medizin.

Medizinischer Fortschritt

Die Medizin hat im 20. Jahrhundert gewaltige Fortschritte gemacht und einige, heute selbstverständlichen Dinge wurden erst im 20. Jahrhundert entdeckt. Penicillin war erst ab 1938 in seiner Reinform verfügbar. Der Grundstein für die Genetik wurde 1953 gelegt und die Computertomographie wurde 1975 erfunden. Genauso wurden das Immunsystem und das Gehirn erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erforscht und die Chirurgie machte gewaltige Fortschritte. Viele Krankheiten, die vor 100 Jahren ein Todesurteil waren, können heute erfolgreich behandelt werden. Prothesen und Spenderorgane ersetzen mittlerweile kranke, oder verletzte Körperteile und Organe. Die hohe Lebenserwartung bedeutet aber nicht automatisch, dass man gesund und vital seinen Lebensabend verbringen darf.

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Die Medizin hat in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewaltige Fortschritte gemacht

Längere Leiden

Oft bedeutet der medizinische Fortschritt auch, dass Krankheiten zwar nicht geheilt, aber soweit in den Griff bekommen werden, dass ein langes Leben mit dem Leiden möglich ist. Auch wenn man keine Krankheit hat sind das Alter und die damit verbundenen Abnützungs- und Ermüdungserscheinungen teilweise eine starke Beeinträchtigung der Lebensqualität. Typische Alterserscheinungen, wie Diabetes, Verminderung der Sehschwäche und der Hörleistung, sowie Probleme mit dem Bewegungsapparat und der Knochendichte machen den Alltag beschwerlicher und sind häufig auch mit Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit verbunden.

Rechtzeitig reagieren

Inspiriert von einem Artikel in der Dattelner Morgenpost, in dem die besten Tipps für den Erhalt der Mobilität im Alter zusammengefasst werden, habe ich im Anschluß eine Liste mit Ratschlägen zusammengetragen.

Das Alter akzeptieren

In erster Linie ist es erforderlich sich damit abzufinden, dass man im Alter weniger leistungfähig wird. Häufig ist ein Unfall, oder eine Verletzung der Auslöser eines beginnenden Abbaus. Ursache dafür ist häufig, dass man sich selbst im Alter schlichtweg überschätzt. Die Reaktionszeit steigt, die Beweglichkeit sinkt und die Kraft lässt nach. Wer diesen körperlichen Veränderungen mit seinem Verhalten nicht Rechnung trägt, läuft Gefahr sich selbst zu schaden.

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Das Alter zu akzeptieren und seine Lebensgewohnheiten anzupassen ist unumgänglich

Zurückschalten

Natürlich kann man Sport treiben und auch sonst in Bewegung und aktiv bleiben. Allerdings sollte man hier seine Möglichkeiten auf keinen Fall überschätzen. Lieber langsamer laufen, lieber Dinge in zwei Teilen tragen und bei allen Bewegungen sorgfältig auf die eigene Sicherheit achten. Höchstleistungen sind vorbei, im Alter gilt es, mit Bedachtheit zu handeln und die eigene Erfahrung zu nutzen, Aufgaben effizient zu erfüllen.

Delegieren

Selbstständigkeit ist für viele Menschen wichtig. Man fürchtet sich vor der Abhängigkeit von anderen und vor dem Verlust der eigenen Freiheit. Allerdings sollte man Unterstützung annehmen. Nicht Alles, was man selbst noch erledigen könnte, muss man auch selbst erledigen. Wenn Freunde, Bekannte und Verwandte zur Verfügung stehen und Aufgaben übernehmen, sollte man nicht aus falschem Stolz ablehnen. Das Haushalten mit der eigenen Energie ist im Alter wichtig und sicher kein Zeichen von Schwäche. Bietet jemand also den Sitzplatz im Bus an, dann sollte man das Angebot dankbar annehmen.

Sich vorbereiten

Im Regelfall hat man eine hohe Lebenserwartung vor sich. Wer in einem Haus mit mehr als einer Etage lebt, sollte die Anschaffung eines Treppenlifts in Erwägung ziehen. Auch einen Rollator sollte man sich rechtzeitig zulegen. Auch der Umbau des Badezimmers mit einer altersgerechten Dusche, oder einer Badewanne mit niedrigem Einstieg machen ein selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden leichter. Diese Hilfsmittel erleichtern das Leben, reduzieren das Verletzungsrisiko und sorgen auch im hohen Alter für einen großen Bewegungsradius.

In Bewegung bleiben

Bei all der Vorsicht sollte man sich selbst zu einem gesunden Maß an Aktivität zwingen. Ein täglicher Spaziergang, den man nur bei Glatteis ausfallen lasse sollte und die notwendigsten Handgriffe zu Hause sollte man regelmäßig ausführen. Auch wenn es beschwerlicher ist, als den ganzen Tag im Bett zu bleiben, oder gemütlich zu sitzen, ist es wichtig in Bewegung zu bleiben. Ein Tages- und Wochenplan hilft dabei, sein Leben weiterhin zu füllen.

Das Leben genießen

Auch im Alter kann man es sich gut gehen lassen. Urlaub in einem geeigneten Hotel, Essen im Restaurant, Kaffee und Kuchen beim Konditor sollte man sich nicht entgehen lassen. Soziale Kontakte müssen gepflegt werden. Gegenüber neuen Technologien sollte man sich nicht verschließen. Wer den Anschluss nicht verpasst und am Puls der Zeit lebt, kann die Annehmlichkeiten neuer Technologien für sich nutzen.

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Die Zeit vergeht unaufhörlich. Man sollte sich vom Alter nicht überraschen lassen, sondern vorbereitet sein

 

Leben im Alter

Das Alter ist keine Krankheit. Es ist eine natürliche Entwicklung, der wir Rechnung tragen müssen. Wir sind im Leben und nicht zuletzt aufgrund unserer Leistungsgesellschaft gewohnt uns immer weiter zu entwickeln. Ein Rückschritt und ein Abbau ist über weite Strecken unseres Lebens nicht vorgesehen und negativ behaftet. Das Alter lässt uns in vielen Bereichen weniger leistungsfähig werden. Auf der anderen Seite ist die Lebenserfahrung ein gewaltiger Schatz, der uns dabei helfen kann, die körperlichen Schwächen auszugleichen.

Wer sich eine neuen Rolle im Leben sucht und sich selbst neu definiert, der wird auch im hohen Alter nicht über das trauern, was verloren gegangen ist, sondern sich über das freuen, was er erreicht hat und das genießen, was das Leben im Alter noch zu bieten hat.

Inspiriert durch den Artikel Die besten Tipps, um auch im Alter mobil zu bleiben auf dattelner-morgenpost.de

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