THADA – Kalt macht schlank

Die Funktion des braunen Körperfetts ist seit einiger Zeit bekannt. Neben dem weißen Körperfett, in dem wir Energie und Wasser einlagern, hat das braune Körperfett die Aufgabe, Wärme zu produzieren. Studien zufolge ist es möglich den Anteil an braunem Körperfett zu steigern und damit den Grundumsatz zu steigern. Dies lässt sich leicht erreichen, indem man sich in Umgebungen mit niedrigen Temperaturen aufhält. Jetzt haben Forscher mit Thada ein Gen entdeckt, das einen weiteren Zusammenhang zwischen Temperatur und Körperfett schafft.

Balance Gen

Die Forscher haben beobachtet, dass Menschen, die in kälteren Regionen leben, eher einen verstärkten Stoffwechsel haben. Die Ursache dafür liegt in den Genen, bzw. in der Anpassung, der Menschen an die klimatischen Bedingungen. Der Mensch passt sich an wärmere Bedingungen an, indem er seinen Stoffwechsel verlangsamt. Damit ergibt sich aber das Problem, dass wir in wärmerer Umgebung dazu neigen Fett anzusetzen. Eine Eigenschaft, die viele von uns am eigenen Leib spüren. Ursache dafür ist ein Gen, das Forscher jetzt wahrscheinlich identifiziert haben.

THADA, das Kälte-Gen

THADA nennt sich das Gen, das nach Ansicht einer wissenschaftlichen Studie für die Art und Weise verantwortlich ist, wie unser Stoffwechsel läuft. Genauer gesagt sorgt THADA für die Balance zwischen Fetteinlagerung und Wärmeproduktion. Wirkt THADA, dann wird viel Wärme erzeugt und wenig Fett eingelagert, wirkt es nicht, dann wird in erster Linie Fett eingelagert. Das Gen entscheidet also, ob wir zur Fettleibigkeit neigen, oder nicht.

Fliegen im Versuch

Bewiesen wurde die Wirkung von THADA an Versuchen mit Fliegen. Die Wissenschaftler haben das Gen bei den Fruchtfliegen kurzerhand ausgeschalten. Das Ergebnis war ziemlich eindeutig. Die Fliegen ohne das Balance Gen haben vermehrt Fett angesetzt und weniger Wärme produziert, als ihre normalen Artgenossen. Nach einem Aufenthalt in der Kälte haben die genmanipulierten Fliegen sich deutlich langsamer erholt, als die anderen Fruchtfliegen.

Gleiche Wirkung beim Menschen

Dass das Gen auch beim Menschen so wirkt liegt nahe, da ein Ersatz des ausgeschaltenen Gens bei den Fliegen mit dem menschlichen THADA hat den Stoffwechsel der Fliegen wieder in Ordnung gebracht. THADA reguliert ein Protein, das für den Transport von Calzium innerhalb der Zellen zuständig ist. Ohne das Gen steigt die Pumpleistung und die Zellen lagern deutlich mehr Reserven ein, als mit intaktem THADA. Eine Erkenntnis, die nicht nur in der Bekämpfung von Adipositas interessant sein kann. Auch in der Krebsforschung gibt es einige Krebsarten, die in Zusammenhang mit Adipositas stehen. Ein Zusammenhang mit den Erkenntnissen rund um THADA könnte auch hier neue Möglichkeiten eröffenen.

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