Vor- und Nachteile der Fettunterspritzung

Die Zeit geht an unserem Körper nicht spurlos vorüber. Nach dem Höhepunkt der körperlichen Fitness mit etwa 18 Jahren beginnt der Körper abzubauen. Die Leistungsfähigkeit nimmt ab und die Muskelmasse wird reduziert. Zusammen mit einigen anderen Alterserscheinungen führt die reduzierte Muskelmasse zu Faltenbildung. Vor allem in Gesicht geben diese Falten uns ein altersgemäßes Aussehen. Neben der Optik haben die Falten keine negativen Auswirkungen. In manchen Fällen sorgen sie aber doch für Ärger. Fühlt man sich noch nicht alt, oder setzt die Faltenbildung früher als erwartet ein, dann können sie die Lebensqualität beeinträchtigen. Die ästhetische Medizin hat dafür mehrere Lösungen. Eine Variante zur Faltenbekämpfung ist die Fettunterspritzung.

Methoden der Faltenentfernung

Um Falten im Gesicht zu glätten gibt es drei Zugänge. Operative Lösungen, bei denen die Gesichtshaut gestrafft wird, sind die aufwändigste Variante. Beim Lifting wird Haut entnommen und der Rest getrafft. Damit werden die Falten geglätten. Die beiden anderen Varianten um Falten zu entfernen bauen auf die Unterspritzung auf. Eine Substanz wird unter, oder in die Haut injiziert. Dabei kann man zwischen Substanzen entscheiden, die wieder abgebaut werden und jenen, die dauerhaft im Gewebe verbleiben. Eine Faltenstraffung mit nicht-resorbierbaren Substanzen erfolgt beispielsweise mit Silikon. Das eingespritzte Silikon füllt das Gewebe auf und strafft die Haut. Es bleibt dauerhaft unter der Haut. Andere Methoden arbeiten mit resornierbaren Substanzen.

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Altergemäße Falten sind Teil unseres Lebens. Treten sie zu früh, oder übermäßig auf, werden sie zu einem Problem

Resorbierbare Substanzen

Einen ganz anderen Ansatz, als das auffüllen des Gewebes, verfolgt Botox. Botoliutoxin entspannt die Muskeln, in die es injiziert wird. Damit können die Muskeln nicht mehr kontrahiert werden und bilden keine Falten mehr. Die Wirkung hält für mehrere Monate an. Bei anderen Methoden wird Kollagen, oder Milchsäure verwendet. Die beiden Substanzen binden Flüssigkeit und sorgen damit für mehr Volumen und ein Glätten der darübetrliegenden Haut. Auch die Hyaluronsäure arbeitet nach diesem Prinzip. Sie bindetr Flüssigkeit unter der Haut und schafft damit Volumen. Während bei den bisher genannten Varianten immer körperfremde Stoffe und im Fall von Botox sogar ein Gift, verwendet wird, setzt die Fettunterspritzung auf körpereigene Stoffe.

Fettunterspritzung

Bei der Fettunterspritzung, Eigenfettunterspritzung, oder Eigenfett-Transplantaion wird Körperfett entnommen, gereinigt und zur Faltenbekämpfung an einer anderen Stelle unter die Haut gespritzt. Professionelle Eigenfettunterspritzung wird von plastischen und ästhetischen Chirurgen angeboten. Sie erfolgt ambulant in zwei kleinen Eingriffen. Die Entnahme des Körperfetts erfolgt am Po, der Hüfte, oder am Bauch. Anschließend wird das Körperfett aufbereitet, also gereinigt und in vielen Fällen eingefroren. Die Fettunterspritzung im Gesicht erfolgt, genauso wie die Entnahme des Körperfetts entweder mit Lokalanästhesie, oder in einer leichten Narkose im Dämmeerschlaf.

Wie funktioniert Eigenfettunterspritzung?

Das Eigenfett wird unter die Haut gespritzt und wächst dort fest. Zwar verwachsen nicht alle Fettzellen dauerhaft, aber sind sie einmal angewachsen, bleiben sie vor Ort. Damit die richtige Menge dauerhaft in Position bleibt und die Falten glättet muss also ein kleiner Überschuss eingespritzt werden. Dieser Überschuss baut sich allerdings rasch wieder ab und die gewünschte Menge bleibt dauerhaft vor Ort. Wie jede Behandlung in der ästhetischen Medizin hat auch die Eigenfettunterspritzung nicht nur Vorteile. Gegenüber anderer Methoden zur Faltenentfernung ist sie aber meist unproblematisch.

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Glatt und faltenfrei ist ein hübsches und schönes Gesicht

Nachteile der Fettunterspritzung

Als Nachteil der Verwendung von Körperfett für die Faltenglättung ist der benötigte Überschuss zu nennen. Nicht alles, was eingespritzt wird, wächst fest. Einerseits folgt daraus, dass man das Ergebnis direkt nach der Behandlung noch nicht klar erkennt. Andererseits ist die Methode damit für sehr kleine Falten nicht geeignet. Hier ist Hyaluronsäure leichter anzuwenden und feiner dosierbar. Allerdings sind der Methode auch nach oben Grenzen gesetzt. Ein Brustimplantat durch Eigenfett zu ersetzen ist nicht möglich. Nur ein kleiner Teil würde verwachsen, während der Großteil wieder abgebaut wird. Für das Anwachsen sollte die Stelle, an der behandelt wurde, nicht stark bewegt werden. Das ist in den Lippen nicht möglich. Damit ist die Fettunterspritzung der Lippen nicht die erste Wahl. Will man dauerhaft ein konstantes Ergebnis erreichen, empfiehlt sich eine regelmäßige Nachbehandlung 3-4 mal pro Jahr.

Vorteile der Fettunterspritzung

Die Verwendung einer aus dem eigenen Körper entnommenen Substanz macht eine Abstoßung, oder sonstige Reaktion darauf fast unmöglich. Die Entfernung von Körperfett an einer Problemzone hat außerdem auch dort positive Effekte. Moderne Methoden haben die Einheilungsquote gesteigert und ist das Fett einmal eingewachsen, dann bleibt es auch dauerhaft vor Ort, bzw. wird nur sehr langsam wieder abgebaut. Das Ergebnis ist für Jahre sichtbar. Auch wenn der Methode Grenzen gesetzt sind lassen sich Falten im Gesicht, oder im Decollete gut ausgleichen und dauerhaft glätten.

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