Stress, Ärger und Gesundheit

Die Idee hinter dem Stress ist ausgezeichnet. Immer dann, wenn der Körper sich einer großen Gefahr ausgesetzt sieht, setzt Stress ein. Werden wir angegriffen, oder haben wir Angst, dann reagiert unser Körper mit einer Fülle von Aktionen. Botenstoffe und Hormone werden ausgeschüttet und die unterschiedlichen Systeme reagieren unmittelbar darauf. Der Blick wird fokusiert und auch alle anderen Sinne werden verschärft. Lunge, Herz und Muskeln werden auf Höchstleitungen vorbereitet. Wir sind für Flucht, oder Kampf bereit um unser Leben zu verteidigen, oder es zu retten. Aber der Stress ist nicht der einzige Auslöser für umfangreiche körperliche Reaktionen. Auch andere, sehr alltägliche Emotionen können uns stark beeinträchtigen. Wie genau Stress, Ärger und Gesundheit zusammenhängen ist nicht in allen Bereichen lückenlos erforscht. Klar ist aber, dass die Folgen uns auf jeden Fall schaden.

Vorteile des Stress

Unser Leben ist insgesamt viel sicherer geworden, als zum Beginn der Menschheitsgeschichte. Wir sind heute keine Beutetiere mehr und müssen keine natürlichen Feinde fürchten. Trotzdem hat die Stressreaktion auch im 21. Jahrhundert noch ihre Berechtigung. Im Straßenverkehr sind wie beispielsweise jeden Tag in Gefahr. Die Mobilisierung unseres Körpers, wenn es gefährlich wird, hilft uns einem sich nähernden Auto ausreichend schnell auszuweichen. Die Reaktionen werden schneller und der Körper leistungsfähiger. Wir bringen uns problemlos aus der Gefahrenzone und treffen in Bruchteilen einer Sekunde die richtigen Entscheidungen. Fähigkeiten die auch anderen Menschen zugute kommen können. Die Fokussierung auf eine Aufgabe in einer Stresssituation kommt Rettungskräften und Helfern zugute. Lange Denkprozesse entfallen und auch körperlich anstrengende Aufgaben werden bestmöglich erledigt.

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Stressituationen waren früher lebensbedrohlich. Die körperliche Reaktion hat das Überleben leichter gemacht

Daily Hassles

Allerdings hat der Stress auch seine Schattenseiten, wie die meisten Menschen heute wissen. Statt einer echten Gefahrensituation reicht oft schon ein E-Mail, oder das Läuten des Telefons aus, um die körperlichen Reaktionen zu starten. Kommen solche Stressauslöser in hoher Frequenz den ganzen Arbeitstag über, dann bleibt wenig Gelegenheit sich zu entspannen. Man nennt die vielen kleinen Stressauslöser, die wir Tag für Tag erleben Daily Hassles, oder täglichen Ärger. Nicht nur konkrete Situationen im Alltag belasten und stressen uns. Auch eine Unzufriedenheit mit der Situation, beispielsweise dem Job, oder der Partnerschaft, oder Ablenkungen, wie Lärm, die ein konzentriertes Arbeiten stören, belasten uns.

Angst

Die Summe der täglichen kleinen Ärgernisse, die uns als Stressoren belasten, entsteht ein Gefühl der Ohnmacht. Ist man den ganzen Tag Stressoren ausgesetzt und sieht für sich keinen konkreten Ausweg, dann entsteht Dauerstress. In unserer Kultur sind die Daily Hassles der Hauptgrund für Stress und Überforderung. Allerdings sind diese Auslöser nicht die einzigen, die die typischen Stresssymptome hervorrufen können. Auch eine Kriegssituation, oder andere Mißstände und Bedrohungen, in denen man lebt, können ganz ähnliche Folgen haben. Der negative, oder Disstress belastet unseren Körper und sorgt dafür, dass unsere Leistungsfähigkeit sind und wie uns ausgebrannt und erschöpft fühlen.

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Die aufgestaute Energie abzubauen ist eine gute Strategie um das Stresslevel wieder zu senken

Positiver Stress

Dem Disstress gegenüber steht der Eustress. Diese positive Form des Stress hilft uns in den unterschiedlichsten Situationen. Nicht nur, wenn Konzentration und Leistungsfähigkeit lebensentscheidend ist, kann uns die Stressreaktion des Körpers beflügeln. Auch eine Situation, wie eine Rede vor einer Menschenmenge, ein Vorstellungsgespräch, oder ein wichtiges Telefonat können durch den Eustress und die damit verbundene erhöhte Leistungsfähigkeit leichter bewältigt werden. Während einige Tiere sich in Stresssituationen tot stellen, gehört der Mensch zu den Gattungen, die an herausfordernde Situationen aktiv herangehen und ihr Schicksal in die Hand nehmen. Eine Eigenschaft, die man für sich nutzen kann. Allerdings sind in manchen Berufsbildern solche Situation die Ausnahme.

Berufsalltag und Stress

Wer sein Geld damit verdient für eine Spedition zu arbeiten, verbringt den Tag beispielsweise damit, Reklamationen aufzunehmen und den Fuhrpark zu koordinieren. Es ist nicht ungewöhnlich, dass auf einem Schreibtisch mehrere Telefone stehen, die permanent klingeln. Dazu kommen andere Kanäle, über die zeitkritische Anfragen abgearbeitet werden müssen. Die ständige Belastung durch kleine Stressoren führt unweigerlich zu einer Überlastung. Der Mitarbeiter wird, wenn die Phasen über längere Zeiträume so bleiben, schnell die Folgen des Disstress bemerken. Aber Stress insgesamt ist nicht als negativ zu sehen. Fährt man im Auftrag einer Detektei München an und beobachtet als Privatdetektiv über Stunden eine Haustüre, dann ist Stress ein wichtiger Erfolgsfaktor. Auch wenn die Tätigkeit eintönig ist, ist man innerhalb eines Augenblicks hellwach und aufmerksam, wenn die Türe sich öffnet. Rasch ist der Fotoapparat zur Hand und das entscheidende Foto gemacht. Ohne Stress könnte man nicht rasch genug reagieren.

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Moderne Technik macht uns überall erreichbar. Damit folgen uns Stressauslöser überall hin, während unser Rückzugsraum immer kleiner wird

Stress, Ärger und Gesundheit

Ärger als Stressfaktor und laufende Belastungen führen mit der Zeit zu einer Überlastung. Ähnlich, wie bei Unterforderung sinkt das Leistungsniveau rapide, wenn die Belastungsgrenze erreicht ist. Bleiben Stressauslöser permanent, dann raubt uns das schon nach wenigen Stunden die Energie. Will man die eigene Gesundheit nicht aufs Spiel setzen, dann muss man aufmerksam bleiben, Stressauslöser und Stressreaktionen erkennen und darauf reagieren. Unser Körper reagiert unmittelbar mit verschiedenen Reaktionen auf Stress. Dazu gehören Erhöhter Blutdruck und Puls, gesteigerte Reflexe und eine hohe Muskelspannung und beschleunigte Atmung. Außerdem wird das Gehirn besser durchblutet. Schwitzen, ein trockener Mund und kalte Füße, oder Hände sind die Folgen dieser Reaktionen. Außerdem erhöht Stress auch die Gerinnungsfähigkeit des Blutes, erhöht die Schmerztoleranz und bremst die Verdauung. Diese Reaktionen sind nicht weiter bedenklich und als normale Reaktion auf eine akute Stresssituation kein Problem.

Gesundheitliche Probleme

Während eine ganze Palette an körperlichen Problemen ganz normal sind, gibt es Folgen von Stress, die alarmierend sind. Empfindet man Herzrasen, oder spürt, wie das Herz unregelmäßig schlägt, wenn man unter Stress gerät, dann ist das ein verlässliches Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Die Symptome von Stress können auch denen eines Herzinfarkts ähnlich sein. Auf jeden Fall muss mit dem Hausarzt, oder einem Herspezialisten Rücksprache gehalten werden, wenn Unregelmäßigkeiten im Herzschlag, oder sogar Schmerzen auftreten.

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Die Taste, mit der man den Stress abschalten kann, gibt es leider nicht. Den eigenen Umgang mit und die Einstellung zu Stress zu verändern sorgt für eine nachhaltige Verbesserung

Umgang mit Stress

Steht man dauerhaft unter Stress, dann sollte man sich selbst überlegen, wie man mit dieser Situation umgeht. Konkret gibt es drei Möglichkeiten, den Stressauslösern und ihrer Reaktion zu begegnen. Eine einfache, oft aber nicht umsetzbare Strategie ist die Veränderung der Situation. Steht man beruflich unter Stress, dann kann man nur das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen, um die Auslöser zu reduzieren, oder sie ganz zu vermeiden. Im privaten Umfeld, oder bei ausreichendem Handlungsspielraum im Job kann man auch organisatorische Maßnahmen treffen, um die belastenden Situationen zu vermeiden. Die zweite Strategie ist es, das Problem nicht an der Wurzel zu packen, sondern sich auf die Folgen, anstatt der Wirkung zu konzentrieren.

Stressabbau

Statt also die Auslöser des Stress zu reduzieren, kann man sich auf die eigene Reaktion konzentrieren. Atemtechniken, Meditation, Sport, oder einfach ein kurzes Durchatmen, oder ein Gedanke, an etwas erfreuliches können für ein rasches Abklingen der Reaktionen sorgen. Die sinnvollste Methode um mit einer Stressbelastung umzugehen, ist allerdings die Strategie sich selbst, oder eigentlich den eigenen Umgang mit Stress zu verändern. Den größten Anteil am Dauerstress hat der Ärger und die Unzufriedenheit. Eine permanente Unzufriedenheit ist eine solide Basis für den schädlichen Disstress. Schafft man es, die eigene Einstellung zu verändern, eine höhere Toleranz zu entwickeln und insgesamt ausgeglichener zu werden, dann ist das eine nachhaltige und zielführende Strategie um den Ärger, Stress und die Gefahr der gesunsheitlichen Folgen aus dem eigenen Leben zu verbannen.

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